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Dr. Nina van Sprundel
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Behandlungen Zähne erhalten

Parodontose

Parodontitis, oft auch Parodontose genannt, ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats. Sie betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch den Kieferknochen und die Zahnhaltefasern – und kann unbehandelt zu Zahnverlust führen.

Gingivitis und Parodontitis

Die Gingivitis ist eine frühe, auf das Zahnfleisch beschränkte Entzündung und noch vollständig heilbar. Gesundes Zahnfleisch haftet fest am Zahn und hält Bakterien davon ab, zur Wurzel vorzudringen. Bei der Gingivitis ist diese Haftung noch intakt, bei der Parodontitis bereits zerstört – und sie lässt sich nicht mehr regenerieren. Eine Parodontitis ist deshalb irreversibel und kann im besten Fall stabilisiert werden.

Weil sich eine Gingivitis langsam und oft unbemerkt zur Parodontitis entwickeln kann, lohnt es sich, früh zu handeln. Die Parodontitis selbst schädigt den Zahnhalteapparat schleichend, bevor man etwas sieht; bis eine mittelschwere oder schwere Form mit drohendem Zahnverlust entsteht, vergehen oft Jahre oder Jahrzehnte.

Anzeichen und Symptome

Nehmen Sie diese Zeichen ernst und lassen Sie sie abklären – eine frühe Behandlung lindert die Entzündung und verhindert weitere Komplikationen.

  • Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Zahnseide – gesundes Zahnfleisch blutet normalerweise nicht, auch gelegentliches Bluten verdient Beachtung
  • Mundgeruch (Halitosis): Bakterien einer Zahnfleischerkrankung erzeugen beim Zersetzen von Speiseresten unangenehme Gerüche
  • Gerötetes, geschwollenes oder verändertes Zahnfleisch statt rosa und fest
  • Zahnfleischrückgang: Die Zähne wirken länger, am Zahnfleischrand entsteht eine Kerbe, die Zähne werden überempfindlich

Ursachen

Meist steckt eine Anhäufung von Zahnbelag (Plaque) dahinter – eine farblose bis hellgelbe, von Bakterien besiedelte Ablagerung, deren Giftstoffe das Zahnfleisch schädigen. Häufigste Ursache ist eine ungenügende Mundhygiene: Wer keine Zahnseide benutzt und unregelmässig putzt, fördert die Bakterien. Auch Rauchen, bestimmte Medikamente und genetische Faktoren können eine Gingivitis auslösen.

In der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen das Wachstum von Zahnbelag fördern und das Risiko einer Parodontitis erhöhen. Regelmässiges Zähneputzen und professionelle Zahnreinigung schützen dann die Gesundheit von Mutter und Kind.

Folgen für den ganzen Körper

Anders als die Gingivitis, die ein örtliches Geschehen ist, wirkt die Parodontitis auf den ganzen Körper. Wissenschaftlich belegt sind Zusammenhänge zwischen unbehandelter Parodontitis und Arteriosklerose sowie einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Lockere Zähne und eiternde Taschen zeigen ein fortgeschrittenes Stadium an. Darum berücksichtigt die Behandlung einer Parodontitis auch die körpereigene Abwehr – etwa über Ernährung, orthomolekulare Therapie und Stressabbau.

Behandlung

Eine Gingivitis behandeln wir mit einer professionellen Zahnreinigung: Wir entfernen alle Beläge, reinigen die Zwischenräume, polieren die Zähne glatt, damit Bakterien schlechter haften, und reinigen und desinfizieren allfällige Zahnfleischtaschen.

Finden wir bei einer Kontrolle Zahnfleischtaschen von mindestens vier Millimetern Tiefe, ist die Parodontitis behandlungsbedürftig. Dank moderner Technik ist die Therapie bei uns je nach Fortschritt schmerzarm bis schmerzfrei.

  • Vorbereitung: professionelle Zahnreinigung oberhalb des Zahnfleischrands, Reinigung der Zwischenräume, Glätten und Polieren
  • Diagnose: Zahnfleischstatus erheben, dokumentieren, Röntgenbilder anfertigen
  • Therapie: Reinigung der nicht sichtbaren Bereiche unterhalb des Zahnfleischrands, Glätten der Wurzeloberflächen, Spülen der Taschen mit Desinfektionslösung
  • Abschluss: schützender Fluorlack oder ein fluorfreies Kalzium-Phosphat-Präparat

Bakterien-Test

Aggressive Formen der Parodontitis gehen mit Bakterien einher, die sich mit der klassischen Behandlung nicht ausreichend entfernen lassen; dann braucht es ein Antibiotikum. Um das richtige zu wählen, bestimmen wir die verantwortlichen Bakterienarten mit einem molekulargenetischen Test (Bakterien-DNS-Test): Wir entnehmen eine Probe aus den Zahnfleischtaschen und lassen die Keime im Labor bestimmen. In der anschliessenden Therapie können wir die Bakterien so gezielt bekämpfen.

Lassen Sie sich beraten

Im persönlichen Gespräch klären wir, welche Behandlung zu Ihnen passt, und erstellen Ihnen einen transparenten Kostenvoranschlag.