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Dr. Nina van Sprundel
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Behandlungen Knirschen & Bisshebung

Bisshebung

Eine Bisshebung stellt den optimalen Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer wieder her – und damit Funktion und Ästhetik. Im Vordergrund steht die Funktion. Dr. Nina van Sprundel hat zahlreiche Fachartikel zur Bisshebung nach Erosionsschäden veröffentlicht.

Was ist eine Bisshebung?

Karies, Parodontitis, Zahnunfälle oder Abrieb führen zu Verlust an Zahnsubstanz und Bisshöhe. Sind die Zähne vorne und hinten in beiden Kiefern gleichermassen abgenutzt, spricht man von einem Abrasionsgebiss: Besonders die Frontzähne werden immer kürzer, Form, Länge und Funktion der Zähne gehen verloren. Beim Tiefbiss überlagern die oberen Schneidezähne die unteren stark; in extremen Fällen stossen die unteren Zähne in den Gaumen.

Eine therapeutische Bisshebung erfolgt kieferorthopädisch, etwa mit Schienen. Eine prothetische Bisshebung erfolgt mit Aufbissschienen oder entsprechend gestaltetem Zahnersatz, wenn der Biss durch Abrieb oder Zahnverlust abgesunken ist – durch Aufbau der Seitenzähne, Kürzen der Frontzähne oder beides. Wichtig ist, die Ursachen der Fehlbelastung mitzubehandeln, damit sie nicht wiederkehren.

Natürliche Bisshebungen bei Kindern

Kinder durchlaufen drei natürliche Bisshebungen: beim Durchbruch der ersten Milchmolaren mit 14–18 Monaten, der ersten bleibenden Molaren mit etwa 6 Jahren und beim Wechsel der Prämolaren und Einstellen der zweiten Molaren mit etwa 10–12 Jahren. Kieferorthopädische Kontrollen im Wachstumsalter erlauben es, Fehlstellungen zu korrigieren, bevor sie sich festsetzen.

Ursachen und Folgen

Hauptursache ist die verstärkte Abnutzung der Zähne – durch stressbedingtes Knirschen und Pressen, angeborene Fehlstellungen oder Lücken, schlecht angepassten Zahnersatz, mangelnde Mundhygiene, Karies und Parodontitis sowie Magensäure bei Bulimie, Reflux oder chronischem Alkoholmissbrauch. Ein unbehandelter Tiefbiss sollte zeitnah behandelt werden, denn er kann führen zu:

  • einem abgesunkenen unteren Gesichtsdrittel und unharmonischen Gesichtszügen
  • Fehlbelastungen beim Kauen, Kiefergelenk- und Kaumuskelproblemen
  • Druckgefühl, Verspannungen und Schmerzen in Kopf, Nacken, Schultern, Rücken, Hüfte und Knien, Spannungskopfschmerzen
  • Ohrenschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen mit Schwindel, morgendlichen Schluckbeschwerden und Beckenschiefstand

Planung und Ablauf

Am Anfang stehen eine klinische Funktionsanalyse und Abformungen; die Analyse der Studienmodelle zeigt, welche Massnahmen nötig sind. Sind die Zähne wenig abgenutzt, ist eine Michigan-Schiene zur Entlastung von Zähnen und Kiefergelenk die Therapie der Wahl. Bei stärkerem Substanzverlust braucht es Keramikkronen oder Tabletops. Digitale Simulation, dreidimensionale Planung, digitale Abformung und CAD-CAM-Fertigung machen den Ablauf effizient und sicher; eng arbeiten wir dabei mit dem Zahntechniker zusammen.

Im Labor entsteht zuerst ein Wax-up des Zielzustands. Daraus wird ein Mock-up aus zahnfarbenem Kunststoff, das auf Ihre Zähne geklebt wird – so sehen Sie, wie Zähne und Gesichtsprofil nach der Behandlung aussehen könnten.

Die neue Bisshöhe testen wir mit temporärem Zahnersatz, alternativ mit einer Schiene. Diese Testphase dauert 3–12 Monate – so viel Zeit braucht das Kausystem, um sich zu stabilisieren. Sie gewöhnen sich an den neuen Biss, und wir justieren fein. Die Provisorien ersetzen fehlende Substanz, schützen Zähne und Zahnfleisch vor Reizen und stabilisieren die Zahnstellung.

In mehreren Terminen in unserem Labor bestimmen und optimieren wir Farbe und Form, bis Sie zufrieden sind. Die definitive Versorgung mit Kronen, Teilkronen oder Brücken aus Keramik erfolgt frühestens 3 und in der Regel spätestens 12 Monate nach dem Einsetzen der Provisorien.

Dauer und Nachsorge

Die Schäden eines Abrasionsgebisses lassen sich im Allgemeinen vollständig beheben. Bei wenig abgenutzten Zähnen dauert die Behandlung mit der Michigan-Schiene wenige Wochen mit bis zu fünf Terminen. Bei fortgeschrittenem Substanzverlust, eventuell mit Implantaten und Knochenaufbau, kann sie etwa ein Jahr dauern – in dieser Zeit tragen Sie ästhetische, festsitzende Langzeitprovisorien. Eine Bisshebung sollte nie überstürzt werden.

Nach dem Einsetzen erhalten Sie eine Michigan-Schiene für die Nacht. Sie schützt den Zahnersatz vor Abnutzung, entspannt die Kaumuskulatur, entlastet die Kiefergelenke und wirkt nächtlichem Knirschen entgegen. Sie kann auch bei Körperfehlhaltungen, etwa der Hüfte, der Wirbelsäule oder bei Beinlängendifferenzen, zum Gleichgewicht beitragen.

Kosten

Die Kosten sind so individuell wie Ihre Situation. Verlorene Zahnsubstanz lässt sich mit Komposit oder mit Keramik (Lithiumdisilikat, Zirkon) wieder aufbauen, auch kombiniert. Über die Vor- und Nachteile der Materialien beraten wir Sie gern. Eine umfangreiche Bisshebung können Sie bei uns in zinslosen Raten bezahlen.

Lassen Sie sich beraten

Im persönlichen Gespräch klären wir, welche Behandlung zu Ihnen passt, und erstellen Ihnen einen transparenten Kostenvoranschlag.