Was ist eine Zahnkrone?
Der Begriff «Zahnkrone» bezeichnet sowohl den sichtbaren Teil eines natürlichen Zahns als auch den künstlichen Zahnersatz, der darauf gesetzt wird. Eine künstliche Krone verwandelt verfärbte, abgebrochene oder zerstörte Zähne wieder in ein schönes Lächeln und stabilisiert zugleich die Zahnstruktur – besonders wichtig bei abgebrochenen oder geschwächten Zähnen.
Voraussetzung sind eine intakte Zahnwurzel und gesundes Zahnfleisch. Ist die Wurzel beschädigt, kann ein Implantat sie ersetzen. Eine Krone ersetzt oder verstärkt einen einzelnen Zahn; eine Zahnbrücke ist eine Sonderform aus mehreren verbundenen Kronen, die mehrere fehlende oder zerstörte Zähne ersetzt.
Die Lebensdauer hängt vor allem von der Pflege und vom zahntechnischen Labor ab. Im Durchschnitt hält eine solche Restauration etwa 25 Jahre, bei guter Pflege bis zu 40 Jahre und länger. Die Kosten richten sich nach Art der Krone und Aufwand der Behandlung.
Wann ist eine Krone sinnvoll?
Kronen können ausserdem Fehlstellungen korrigieren oder einen Zahn stützen. Ist der Zahn noch teilweise erhalten, kann eine Teilkrone genügen: Sie ersetzt die erkrankte Substanz und baut die ganze Kaufläche wieder auf, solange eine Vollkrone noch nicht nötig ist. Ob eine Krone angebracht ist, entscheiden wir gemeinsam nach Ihrer individuellen Situation.
- Nach Karies: wenn eine Füllung nicht mehr ausreicht – die Krone rekonstruiert den Zahn und schützt ihn vor weiteren Schäden
- Nach einer Wurzelbehandlung: der Zahn kann sich verfärben und ist anfälliger für Brüche; die Krone schützt und stabilisiert ihn
- Bei starker Abnutzung, etwa durch Zähneknirschen (Bruxismus): die Krone verbessert Aussehen und Funktion
Arten und Materialien
Kronen werden nach Funktion, Grösse, Material und Verankerung unterschieden. Vollkronen bedecken den ganzen Zahn, Teilkronen nur einen Teil. Ersatzkronen stellen Aussehen und Funktion bei grossen Schäden wieder her, Schutzkronen schützen nach Verlust des Zahnschmelzes das weiche Zahnbein. Verankerungskronen halten Brücken oder Teilprothesen oder sitzen auf Implantaten; dort verbindet ein Abutment Implantat und Krone, die geklebt oder verschraubt wird – verschraubt lässt sie sich einfacher reparieren.
Welches Material passt, hängt von Lage und Belastung des Zahns, der Farbe Ihrer Zähne, möglichen Allergien, den Kosten und Ihren Vorlieben ab.
- Vollkeramikkronen: farb- und formgleich an die eigenen Zähne anpassbar, biokompatibel und daher auch für Allergiker geeignet; mit Metallgerüst, auf Zirkonoxidbasis oder rein aus Keramik, besonders im Frontzahnbereich
- Metallkeramik- und Verblendkronen: Metallkern mit Verblendung aus Keramik oder Kunststoff, dauerhaft und kostengünstig
- Metall- und Vollgusskronen: langlebig und abriebfest, meist im wenig sichtbaren Seitenzahnbereich
- Goldkronen: sehr stabil und gut verträglich, mit einer Härte ähnlich der natürlichen Zahnsubstanz – vor allem für Seitenzähne
- CEREC-Kronen: Kronen, Inlays, Onlays, Brücken und Implantatkronen direkt in der Praxis gefertigt
- Kunststoffkronen: meist als Langzeitprovisorium, günstig, aber weniger haltbar und ästhetisch


Keramik – unsere erste Wahl
Wir empfehlen Keramikkronen als erste Wahl. Keramik sieht natürlichem Zahnschmelz zum Verwechseln ähnlich und lässt sich in Farbe und Form genau an Ihre Zähne anpassen. Sie ist abriebfest, verfärbt sich nicht, wird gut vertragen und löst keine Allergien aus. Zudem eignet sie sich für moderne digitale Fertigung, die eine präzise Passform und eine rasche Versorgung ermöglicht.
Ablauf der Behandlung
Eine Kronenbehandlung braucht in der Regel zwei bis drei Termine im Abstand von etwa einer Woche. Moderne 3D-Scans machen das Verfahren präzise und effizient. Haben Sie Angst vor der Behandlung, kann eine Lachgassedierung helfen, entspannt zu bleiben.
- Beratung: Untersuchung und Panoramaröntgenbild, individueller Behandlungsplan und Zeit für Ihre Fragen
- Präparation: Unter örtlicher Betäubung entfernen wir den beschädigten Teil des Zahns; dabei müssen bis zu 60 Prozent der Zahnhartsubstanz abgetragen werden. Eine provisorische Krone schützt den Zahn bis zum nächsten Termin.
- Abformung und Farbwahl: Ein präziser Abdruck geht ans Labor; bei Keramik- und Verblendkronen bestimmen wir auch die Zahnfarbe.
- Einsetzen: Wir prüfen Farbe und Passform der definitiven Krone und mit der funktionellen Analyse (FAL) den Sitz – wichtig bei umfangreichem Zahnersatz oder Kiefergelenkbeschwerden – und befestigen sie dauerhaft.
- Nachsorge: Eine Kontrolluntersuchung stellt sicher, dass alles richtig sitzt.
Nach der Behandlung
Manche Patientinnen und Patienten sind vorübergehend empfindlicher auf Wärme und Kälte, und das neue Bissgefühl ist anfangs ungewohnt. Meist gewöhnen Sie sich rasch daran.
Für die Langlebigkeit entscheidend ist die regelmässige Pflege, vor allem am empfindlichen Kronenrand: tägliches Zähneputzen, Zahnseide, Interdentalbürsten und antibakterielle Mundspülungen. Auch Jahre später können Schmerzen unter einer Krone auftreten, etwa durch einen falsch eingestellten Biss oder nächtliches Knirschen. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie uns aufsuchen.
Vorteile
- Bessere Kaufunktion – Kauen und Essen wieder ohne Beschwerden
- Klarere Aussprache, wo fehlende oder beschädigte Zähne sie beeinträchtigen
- Natürliches Aussehen und ein schönes Lächeln
- Schutz des darunterliegenden Zahns, besonders bei wurzelbehandelten Zähnen
- Lange Lebensdauer bei richtiger Pflege
